Altena. Wo das Parken in der Burgstadt demnächst günstiger werden könnte – und wo möglicherweise teurer: Ein neues Parkraumbewirtschaftungskonzept soll die Gebühren in Altena künftig gezielter steuern.
In Altena soll überprüft werden, wo Parkgebühren künftig entfallen könnten und wo eine stärkere Steuerung sinnvoll wäre. Einen entsprechenden Antrag der CDU-Fraktion hat der Hauptausschuss der Stadt jetzt einstimmig unterstützt und an den Rat zur abschließenden Entscheidung verwiesen.
Nach Ansicht der Christdemokraten gibt es Standorte im Stadtgebiet, an denen die Einnahmen aus Parkgebühren nur sehr gering sind, während gleichzeitig Aufwand für Technik, Wartung und Kontrolle entsteht. Konkretes Beispiel: das Parkdeck am Rathaus. In solchen Fällen könnte geprüft werden, ob auf Parkgebühren verzichtet werden kann. An anderen Stellen – etwa in stärker frequentierten Bereichen wie am Küstersort – könnte eine gezielte Bewirtschaftung dagegen weiterhin sinnvoll sein, um Parkraum zwischen Anwohnern und Besuchern besser zu steuern.

Der Parkplatz am Küstersort wird stark frequentiert. Wer dort sein Auto zwei Stunden lang abstellt, bezahlt dafür derzeit 80 Cent. Foto: Ilka Kremer
Investitionen in Parkautomaten im Blick
Ein Anlass für den Vorstoß ist die Haushaltsplanung der Stadt. Diese sieht bis zum Jahr 2028 rund 40.000 Euro für die Erneuerung von Parkautomaten vor. Bevor diese Investitionen erfolgen, sollte nach Auffassung der CDU geprüft werden, ob die Geräte an allen Standorten tatsächlich wirtschaftlich betrieben werden können.
Idee eines Ehrenamts-Parkausweises
Neben der grundsätzlichen Organisation des Parkens bringt die CDU auch eine weitere Idee ins Spiel: ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger könnten künftig von Parkgebühren befreit werden. Denkbar wäre dafür ein sogenannter „Ehrenamts-Parkausweis“, wie er in einigen Nachbarstädten bereits eingeführt wurde. Dies könnte eine einfache Möglichkeit sein, freiwilliges Engagement in der Stadt stärker zu würdigen, meint die CDU-Fraktion.
Auch Stellplatzsatzung soll geprüft werden
Im Zuge der Konzepterstellung soll außerdem die derzeit gültige Stellplatzablösesatzung überprüft werden. Ziel ist es, wirtschaftliche Interessen von Bauherren und Investoren mit den städtebaulichen Anforderungen der Stadt besser in Einklang zu bringen. Sollte der Rat dem Vorschlag folgen, würde die Stadtverwaltung ein entsprechendes Parkraumbewirtschaftungskonzept erarbeiten und dem Rat anschließend zur weiteren Beratung vorlegen.



