Altena. Der seit den frühen Morgenstunden laufende Polizeieinsatz an der Rahmedestraße in Altena ist beendet. Einsatzkräfte der Polizei Unna hatten dort gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk (THW) im Rahmen einer groß angelegten Drogenrazzia ein Wohnhaus durchsucht. Ein 34-Jähriger wurde festgenommen.
In den frühen Morgenstundes um kurz vor 6 Uhr rückten die Einsatzkräfte der Polizei mit sieben Mannschaftsbullys am Mittwoch an, um das Haus, in dem sich früher eine Metzgerei befand, zu durchsuchen. Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren wegen des unerlaubten Anbaus und des gewinnbringenden Weiterverkaufs von Cannabis in nicht geringer Menge. Unter Leitung der Kreispolizeibehörde Unna wurden am frühen Mittwochmorgen insgesamt 13 Durchsuchungsbeschlüsse zeitgleich vollstreckt. Neben Altena waren Objekte in Unna, Holzwickede, Werl, Neheim-Hüsten, Bergneustadt und Wachtendonk betroffen. Zudem wurden vier Objekte in den Niederlanden von dortigen Polizeibehörden in eigener Zuständigkeit durchsucht.
„Zufallsfestnahme“ in Altena
Laut Staatsanwaltschaft Unna handelt es sich bei dem in Altena festgenommenen Mann um eine „Zufallsfestnahme“. Denn den 34-Jährigen, der in dem betroffenen Haus angetroffen wurde, hätten die Ermittler „nicht auf dem Schirm gehabt“, erklärte Staatsanwalt Henner Kruse auf Nachfrage von LOKALSTIMME. Er sei dort nicht gemeldet und wohl dazu vor Ort gewesen, um die große Cannabis-Plantage zu versorgen. Sein Fall wurde der Staatsanwaltschaft Hagen übergeben. Wie LOKALSTIMME aus der Nachbarschaft erfahren hat, sollen derzeit drei junge Männer in dem betroffenen Haus, das zum Verkauf steht, wohnen.
Die gesamten Maßnahmen wurden durch Polizistinnen und Polizisten mehrerer Bereitschaftspolizeihundertschaften unterstützt. Im Verlauf der Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte mehrere illegale Cannabisplantagen mit Pflanzen in nicht geringer Menge sicher. Darüber hinaus wurden Werkzeuge zur Herstellung von Betäubungsmitteln sowie Bargeld beschlagnahmt. In Deutschland kam es insgesamt zu sechs Festnahmen, zwei weitere Personen wurden durch niederländische Einsatzkräfte angetroffen. Die in Deutschland festgenommenen Tatverdächtigen sollen einem Haftrichter vorgeführt werden.
Das Technische Hilfswerk unterstützte den Einsatz in Altena, insbesondere bei der Sicherung des Gebäudes und der Überprüfung potenzieller Gefahrenquellen. Zudem transportierten die THW-Kräfte die ganzen Cannabis-Pflanzen ab, damit sie fachgerecht entsorgt werden können. Die Ermittlungen dauern an.



